ACHTSAMKEITSMEDITATION KURS
Von Tinnitus über Bandscheibenvorfall bis Bluthochdruck.
Wie die Psyche unseren Körper beeinflussen kann.
Mögliche Auswege & Erleichterung.
Studien über die Wirksamkeit von Psychotherapie bei psychosomatischen Störungen.
Psychosomatische Störungen
Bevor wir auf die Wirksamkeit der unterschiedlichen Therapiemodelle zur Heilung
psychosomatischer Störungen eingehen, möchte ich die verschiedenen psychotherapeutischen
Behandlungsansätze kurz vorstellen.
Die Wirksamkeit von psychotherapeutischen Behandlungsansätzen ist umstritten. Mit der Einführung der psychoanalytischen Therapie, die Sigmund Freud in einer Vorlesung von 1915 bis 1917 hielt,
wurde der erste Schritt getan. Mit der Zeit kamen dann immer mehr psychotherapeutische
Behandlungsansätze hinzu.
Behandlungsansätze
Die Verhaltenstherapie, die sich anfänglich ausschließlich auf das
messbare und sichtbare Verhalten richtete, in der der Mensch als abhängiges,
formbares Objekt angesehen wurde.
Die "Humanistische Therapie“. Sie fordert an Stelle der Pathologisierung, die jedem Menschen
innewohnenden eigenen schöpferischen Möglichkeiten zu erkennen und innerhalb eines
geeigneten Rahmens deren Eigenentfaltung zu fördern. Hinzu kam die systemische Therapie.
Bei diesem Behandlungsansatz beruht die Grundannahme darauf, dass komplexe Systeme nicht
durch linear-kausale Zusammenhänge erklärbar sind, sondern anhand wiederkehrender Prozesse,
in denen alles mit allem vernetzt ist. So kann aus systemischer Sichtweise Heilung des einzelnen
nur dann geschehen, wenn sich das gesamte System verändert.
Es freut mich sagen zu können, dass in der Welt der Fachbereiche aus meiner Sicht in den letzten
Jahren eine positive Richtungsänderung Einzug hielt. Die Einsicht setzt sich durch, dass nicht
das "eine Verfahren" für die verschiedenen psychischen Störungen "das Mittel der Wahl" ist.
So geht es immer mehr um die pragmatische Frage, welches Vorgehen im konkreten Fall
erfolgversprechend scheint.
Auch wenn die Wirksamkeit und der Nutzen von Psychotherapie vielfältig nachgewiesen werden konnte,
sind die zugrundeliegenden Wirkungsmechanismen zu einem guten Teil noch ungeklärt und werden
kontrovers diskutiert. Die verschiedenen Psychotherapieeinrichtungen entwickelten diesbezüglich
ihre eigenen Erklärungsmodelle.
Anhand epidemiologischer Studien leiden 25 bis 30 Prozent der Patienten von
Allgemeinarztpraxen an behandlungsbedürftigen psychischen Störungen, die jedoch nur bei drei
bis vier Prozent diagnostiziert werden (1). Nach einer von Betriebskrankenkassen durchgeführten
Untersuchung waren 40 Prozent jener Patienten in den zwei Jahren vor der Aufnahme in eine
psychotherapeutische Behandlung mehr als 40-mal und 12,5 Prozent sogar mehr als hundertmal
zum Arzt gegangen. Im Durchschnitt war jeder dieser Patienten in diesen zwei Jahren 52 Tage
stationär im Krankenhaus, obwohl nur sechs Prozent eine somatische Erkrankung hatten.
Hierdurch belaufen sich die Kosten für die Krankenkassen auf Durchschnitt 40 000€ pro Person.
Eine einjährige ambulante Psychotherapie kostet dagegen lediglich im Schnitt 4000€. (2)
Krankheit als Symbol
Dr. Rüder Dahlke (3) und Dr. Claudia Rainville (4) haben auf dem Gebiet der Psychosomatik einen
wertvollen Beitrag geleistet. So sind Dr. Dahlke und Dr. Rainville beide Autoren von Büchern, die
sich mit typischen Krankheitsbildern befassen. Sie stellen in ihren Büchern Thesen und Leitfragen
zur Verfügung, um die Ursache der Krankheit zu finden. So können wir von einem Unwohlsein in
der Magengegend beispielsweise auf einen Umstand im Außen schließen, der uns
Bauchschmerzen bereitet. Oder eine Blasenentzündung der Ausdruck für ungeweinte Tränen oder
eine blockierte emotionale Ebene darstellen.
Und dennoch werden organische Behandlungsmethoden, in Form von Medikamenten, weiterhin als erste
Lösung angesehen. Wo hingegen die Ursachenforschung viel naheliegend ist. Tinnitus z. B. ist einer
der ersten Warnsignale bei dauerhafter Stressbelastung.
Unser Körper fungiert wie ein Alarmsystem auf eine ungesunde Lebensart. Ähnlich wie bei einem Wecker werden auch die Warnsignale des Körpers lauter und lauter. So folgt auf einen durch Stress ausgelösten Tinnitus, Bluthochdruck oder ein Gehörsturz. Weiterhin ergeben sich mit der Zeit ggf. schwerere Krankheiten,
wenn die Warnsignale gekonnt ignoriert werden.
Jedes Symptom hält eine Botschaft für uns bereit.
Es liegt an uns, unseren Körper lesen zu lernen und darauf zu reagieren.
Möchtest du deine Symptome endlich anfangen ernstzunehmen? Schenke dir Gehör und gerne schauen wir gemeinsam, welche Sprache deine Seele spricht. Was möchte von dir gesehen und gelöst werden?
In der Praxis Frauenstark arbeite ich mit dem Klientzentrierten psychotherapeutischen Ansatz, der der humanistischen Therapie, die ich bereits oben erwähnt habe, zugeordnet ist.
Dieser hat sich bei psychosomatischen Störungen als sehr wirksam und hilfreich erwiesen.
Zusätzlich unterstützende Auswege können auch sportliche Aktivitäten sein, die uns entspannen. Z.B. Yoga, Chi Gong, Tennis oder diverse Mannschaftssportarten uvm. .
Meditation halte ich persönlich mitunter für die wichtigste Basis, um einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Mehr zu dem Thema Meditation könnt ihr in diesem >Blogbeitrag< nachlesen.
Dieser Beitrag heute war dieses Mal etwas wissenschaftlicher als die Letzten, aber ich hoffe genauso
informativ und anregend. Lasst mir gerne ein Feedback da.
Hab einen wunderschönen Tag. Schön, dass es dich gibt. Alles Liebe, Katharina.
Quellenangaben:
(1) Meyer AE, Richter R, Grawe K, Schulenburg JM v d, Schulte D: Forschungsgutachten zu
Fragen eines Psychotherapeutengesetzes. Bonn: Gesundheitsministerium, 1991
(2) Grawe K, Donati R, Bernauer F: Psychotherapie im Wandel. Von der Konfession zur
Profession, Gцttingen: Hogrefe, 1994
(3) Dr. Rüder Dahlke, Das Buch der Psychosomatik, Krankheit als Symbol, 1996
(4) Dr. Claudia Rainville, Metamedizin, Jedes Symptom ist eine Botschaft, Silberschnur Verlag,
2007
(5) https://www.aerzteblatt.de/archiv/35/Psychosomatik-und-Psychotherapie-Wirksamkeit-und
Nutzen-von-psychotherapeutischenBehandlungsansätzen